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Aktuell - Duft Vermittlungs GmbH
        
Vier Länder erhöhen Grunderwerbsteuer
Gleich zum 1. Januar 2014 erhöhen die Länder Bremen, Schleswig-Holstein, Berlin und Niedersachsen die Grunderwerbsteuer. In Berlin erhöht sich der Steuersatz von fünf auf sechs Prozent. In Schleswig-Holstein wird ab 2014 ein Steuersatz von 6,5 Prozent (aktuell: fünf Prozent) fällig. Bremen und Niedersachsen erhöhen ihren Grunderwerbsteuersatz von jeweils 4,5 auf fünf Prozent.

Duft Vermittlungs GmbH Info aus der Steuerzahler Häusliches Arbeitszimmer
In zwei aktuellen Urteilen bestätigt das Finanzgericht Köln seine bisherige Rechtsauffassung, wonach Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer auch bei einer gemischten (beruflich und privat) Nutzung anteilig als Werbungskosten abgezogen werden können. Dies gilt jedenfalls dann, wenn der Charakter als "Arbeitszimmer" trotz der privaten Mitbenutzung zu bejahen ist. Zwar setzt die bisherige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs für eine Abziehbarkeit der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer voraus, dass das Arbeitszimmer nahezu ausschließlich für berufliche Zwecke genutzt wird, allerdings ist dieses sog. Aufteilungsverbot durch eine Rechtsprechungsänderung des Bundesfinanzhofs entfallen. Der Bundesfinanzhof hatte in einer Entscheidung aus dem Jahr 2009 die anteilige Aufteilung von Aufwendungen für sowohl beruflich als auch privat veranlasste Reisekosten zugelassen. Da gegen beide Urteile Revision eingelegt wurde, darf man gespannt sein, wie der Bundesfinanzhof in dieser Angelegenheit entscheidet. Die Entscheidungen der zu diesem Sachverhalt angerufenen Finanzgerichte fallen derzeit unterschiedlich aus.
Quelle: Der Steuerzahler, Ausgabe Oktober 2013

Teures Wohneigentum - Grunderwerbsteuer steigt weiter
Wer ein Haus, ein Grundstück oder eine Eigentumswohnung erwirbt, muss auf den Kaufpreis die Grunderwerbsteuer zahlen. Die Grunderwerbsteuersätze kennen seit Jahren nur eine Richtung: nach oben. Auch im kommenden Jahr drohen in drei Bundesländern weitere Erhöhungen. Seit September 2006 dürfen die Länder den Steuersatz bei der Grunderwerbsteuer selbst bestimmen. Damals lag der Steuersatz noch bundesweit bei 3,5 %. Mittlerweile haben bis auf Bayern und Sachsen alle Länder den Steuersatz auf bis zu 5,5 % angehoben. Zum 1. Januar 2014 sind in drei Ländern weitere Erhöhungen geplant. So will bspw. Berlin den Steuersatz auf 6 % und Schleswig-Holstein sogar auf 6,5 % anheben. Damit würde sich der dortige Steuersatz innerhalb von gut acht Jahren fast verdoppeln.
Staat als Kostentreiber: Damit hat sich die Grunderwerbsteuer zu einem nicht zu unterschätzenden Kostenbestandteil beim Erwerb von Wohneigentum entwickelt. Wird bspw. eine Eigentumswohnung für 200.000 Euro erworben, fällt bei einem Steuersatz von 3,5 % eine Steuerlast von 7.000 Euro an. Die Steuerlast erhöht sich bei einem Steuersatz von 5 % auf 10.000 Euro und bei einem Steuersatz von 6,5 % sogar auf 13.000 Euro. Die vom Staat in die Höhe getriebenen Kosten sind zweifellos ein Hemmnis für die Wohneigentumsbildung, die auch für die Altersvorsorge zunehmend relevant ist. Da Mehreinnahmen aus der Grunderwerbsteuer nahezu vollständig beim Land verbleiben, ist es für die Länder attraktiv, die Steuersätze zu erhöhen. Zur Haushaltskonsolidierung sind sie auch bequemer als unpopuläre Kürzungen auf der Ausgabenseite, die eigentlich notwendig wären. Hinzu kommt, dass eine verfehlte Regelung im Länderfinanzausgleich (LFA) Erhöhungen der Grunderwerbsteuersätze zusätzlich Vorschub leistet. Im LFA werden nämlich nicht die tatsächlichen, sondern normierte Grunderwerbsteuereinnahmen zur Ermittlung der Finanzkraft der Länder berücksichtigt. Wenn – ausgehend von einem gleichen Steuersatz in allen Ländern – eines oder mehrere Länder ihre Steuersätze erhöhen, steigt auch die für die Ausgleichszuweisungen und die Umsatzsteuerverteilung relevante normierte Finanzkraft der übrigen Länder. Diese Länder werden somit „reicher“ gerechnet, als sie es tatsächlich sind. Daraus ergibt sich für sie ein Anreiz, mit Steuererhöhungen nachzuziehen. Die Folge ist ein kritischer Steuererhöhungswettlauf. Nach Ansicht des BdSt müssen die entsprechende Regelung im LFA geändert und jegliche Fehlanreize für Steuererhöhungen beseitigt werden. Eine Begrenzung der Grunderwerbsteuerlast ist wichtig, um vor allem den Erwerb von Wohneigentum nicht übermäßig zu belasten. Hinweis: Das DSi erläutert das Thema eingehend im "kompakt Nr. 2" mit dem Titel „Grunderwerbsteuer und Länderfinanzausgleich: Anreize für Steuererhöhungen beseitigen“, das auf der Homepage des Instituts unter www.steuerzahlerinstitut.de heruntergeladen werden kann.
Quelle: Der Steuerzahler, Ausgabe 09/2013

Duft Vermittlungs GmbH Info aus Der Steuerzahler Übernahme von Erwerbsnebenkosten Übernahme von Erwerbsnebenkosten reduziert Bemessungsgrundlage
Hat sich der Verkäufer eines Grundstücks dazu verpflichtet, dem Käufer die Erwerbsnebenkosten zu erstatten, reduziert dieser Erstattungsanspruch die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer. Im Urteilsfall hatte sich der Veräußerer im notariellen Kaufvertrag verpflichtet, dem Käufer die Notargebühren und die Kosten für die Eintragung in das Grundbuch zu erstatten. Strittig war bei diesem Sachverhalt die Höhe der Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer. Die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer ist der Wert der Gegenleistung. Nach Ansicht des Bundesfinanzhofs ist in diesem Fall die Gegenleistung aber nur der für den Grunderwerb aufgewendete Teil des Kaufspreises. Der vereinbarte Kaufpreis ist deshalb um den Wert des erworbenen Erstattungsanspruchs für die Übernahme der Erwerbsnebenkosten (mit Ausnahme der Grunderwerbsteuer) zu reduzieren.
Urteil des Bundesfinanzhofs vom 17. April 2013, Aktenzeichen II R 1/12
Quelle: Der Steuerzahler, Ausgabe Juli/August 2013

Duft Vermittlungs GmbH Info Gewerbl Grundstückshandel Gewerblicher Grundstückshandel - Auch bei unfreiwilligem Verkauf
Die Frage, ob ein gewerblicher Grundstückshandel oder private Veräußerungsgeschäfte mit Immobilien vorliegen, ist für die Betroffenen wegen der steuerlichen Konsequenzen von essentieller Bedeutung. Liegen private Veräußerungsgeschäfte vor, können die Gewinne oft steuerfrei vereinnahmt werden.
Beim gewerblichen Grundstückshandel hingegen unterliegen die Gewinne stets der Einkommensteuer und ggf. auch der Gewerbesteuer. Gewerblicher Grundstückshandel liegt regelmäßig vor, wenn mehr als drei Immobilien innerhalb eines engen zeitlichen Zusammenhangs von in der Regel fünf Jahren ab der Anschaffung veräußert werden. Der BFH stellte in seinen Urteilen mehrfach heraus, dass es nicht auf den Grund der Veräußerung ankommt. So kann es auch zum gewerblichen Grundstückshandel kommen, wenn auf Druck der Bank (BFH, Az.: III R 101/06) oder aufgrund angedrohter Versteigerung durch das Finanzamt (BFH, Az.: III R 19/11) verkauft wird und die Grenzwerte überschritten werden. Aber nicht in jedem Fall, in dem mehr als drei Immobilen innerhalb von fünf Jahren verkauft werden, in dessen Besitz man noch nicht allzu lange ist, führen zum gewerblichen Grundstückshandel. Wird das seit über fünf Jahren selbst bewohnte Einfamilienhaus oder die geerbte Immobilie, in der die Oma seit Jahr und Tag lebte, veräußert, sind das keine Immobilien im Sinne des gewerblichen Grundstückshandels. Wird aber beispielsweise ein Mehrfamilienhaus mit zehn Wohneinheiten gekauft und müssen daraus innerhalb von fünf Jahren vier Wohnungen verkauft werden, um die Ehescheidung zu finanzieren, wird die Finanzverwaltung gewerblichen Grundstückshandel mit seinen nachteiligen steuerlichen Konsequenzen annehmen. Steuerzahler, die in dieser Richtung mit Immobilien zu tun haben, sollten die Grenzwerte kennen und im Auge behalten. Außerdem kann eine entsprechende Dokumentation, wie man zu der einen oder anderen Immobilien gekommen ist oder warum man sie gekauft hat, nicht schaden. Zu beachten ist nämlich
auch, dass es sich bei der Drei-Objekt-Grenze innerhalb von fünf Jahren nicht um eine starre Grenze handelt. Werden in den ersten fünf Jahren drei Objekte an- und verkauft und im sechsten Jahr
zwei weitere, kann auch das zum gewerblichen Grundstückshandel führen. Da es in solchen Fällen schnell um viel Geld geht, sind Gespräche mit steuerlichen Beratern oft sinnvoll, und zwar
bevor der Notartermin ansteht. Im Nachhinein lässt sich kaum noch etwas machen. AK
Quelle: Der Steuerzahler, Ausgabe Juli/August 2013

Duft Vermittlungs mbH Passivhaus auf Talfahrt
Ein Bericht von SCHLAGMANN-POROTON

In Österreich sei es wie in Deutschland: Der Gesetzgeber redet beim Bauen kräftig mit was sich besonders bei den „Klimaschutzauflagen erfüllen“ für Bauherren auswirkt.
Passivhäuser, also Häuser die in der Regel keine Heizung brauchen, sind hier seit Jahren der Goldstandard beim Klimaschutz. Doch genau Der wird immer weniger gewünscht, laut Niederösterreichischer Nachrichten. Nur noch 3 von 100 Häusern wurden zuletzt als klassisches Passivhaus gebaut, wobei diese Quote 2010 noch bei 6 von 100 lag.
„Die Niedrigenergiehäuser sind bereits so gut, dass der Kunde die 10% Mehrkosten für ein Passivhaus nicht in Kauf nimmt“, wird in den Niederösterreichischen Nachrichten Roland Suter zitiert, Präsident des Österreichischen Fertighausverbandes. Auch soll sich laut Experten die höheren Investitionen auch auf lange Zeit nicht lohnen.
Auch in Deutschland ist das Preis-Leistungs-Verhältnis von Niedrigenergiehäusern besser, denn dem Bauherrn kommen auch hier die raschen Fortschritte in der Bau-Branche sehr entgegen. Man kann sogar in einem deutlich günstigeren Niedrigenergiehaus fast dieselben Werte wie in einem Passivhaus erreichen, wenn man in Photovoltaik, LED-Beleuchtung oder auch in eine Wohnraumlüftung investiert. Den Auflagen des Gesetzgebers genügen die günstigeren Varianten ebenfalls.

Duft Vermittlungs mbH Brandschutztage
An den POROTON-Brandschutztagen 2013, wurde den zahlreichen Teilnehmern sehr anschaulich und spannend das Thema Brandschutz an das Herz gelegt. Der Referent, Herr Josef Mayr, Sachverständiger für Brandschutz erläuterte, dass einige von über 200.000 Bränden jährlich und deutschlandweit, durch sachgerechten und vorbeugenden Brandschutz bei Neubau und Sanierung, vermieden hätten werden können.Folgend eine auf 10 Fakten gekürzte Übersicht des Vortrages:

Fakt 1> BRANDSCHUTZ SCHÜTZT AKTIV MENSCHENLEBEN, wenn die Brandschutzvorschriften bei der Planung und Ausführung beachtet werden. Somit lassen sich, wie viele Untersuchungen zeigen, viele Personen- und Sachschäden vermeiden.
Fakt 2> OPTIMALER BRANDSCHUTZ IST PRÄVENTIV. Das soll heißen, dass die Brandschutzvorschriften der Entstehung und Ausbreitung von Feuer und Rauch vorbeugen sollen, sowie die Rettung von Mensch und Tier ermöglichen soll.
Fakt 3> VORBEUGENDER BRANDSCHUTZ umfasst also sowohl den baulichen, den anlagentechnischen und den organisatorischen Brandschutz.
Fakt 4> BAULICHER BRANDSCHUTZ umfasst alle baulichen Maßnahmen, bis hin zur Einrichtung und Anordnung von Rettungswegen.
Fakt 5> DER BAULICHE BRANDSCHUTZ beginnt mit der Planung und da gibt es folgende Punkte zu beachten: - Brandschutzvorschriften frühzeitig in der Planung berücksichtigen, - nur normgerechte Baustoffe zum Gebäudebau verwenden, - Fachwissen von professionellen Planern und Handwerkern nutzen, - ein Brandschutznachweis sollte im eigenen Interesse immer erstellt werden.
Fakt 6> DER BRANDSCHUTZNACHWEIS ist an keine Norm gebunden, sollte aber immer aus einem textlichen Erläuterungsbericht und einem farblich visualisierten Plan bestehen.
Fakt 7> GLIEDERUNG EINES BRANDSCHUTZNACHWEISES kann wie folg aussehen: - Brandabschnitte, - Notwendige Treppen und Flure, - Erster Rettungsweg, - Zweiter Rettungsweg, - Rest
Fakt 8> Ein BRANDSCHUTZKONZEPT ist erforderlich ab Gebäudeklasse 4 und Sonderfällen wenn a) von baurechtlichen Anforderungen abgewichen werden soll u. b) es sich um ein Gebäude besonderer Art und Nutzung handelt
Fakt 9> BEDENKENSWERT sind folgende Fakten: - Bei einem Brand verbleiben durchschnittlich 4 Min. zur Flucht, – Die Raucheinwirkung im Brandfall kann nach 2 Min. tödlich sein, – Brandrisiken im Haushalt werden unterschätzt und – ein einfacher Kurzschluss genügt und die Gefahr wird real !
Fakt 10> DAS A UND O sollte also der VORBEUGENDE Brandschutz wie z.B. einfache Rauchmelder oder der Verzicht auf brennbare Baumaterialien sein.

Gerade beim letzten Punkt möchte der Veranstalter „SCHLAGMANN POROTON“ auf seine Produktpalette hinweisen. Der POROTON-Ziegel als 100% natürlicher Baustoff eignet sich, bewiesen durch einen Härtetest bei 1050C°, hervorragend als „feuerbeständiger Baustoff“ bis Gebäudeklasse 4.
Viele weiter Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Veranstalters: www.schlagmann.de/info-mail.

Duft Vermittlungs GmbH Info KfW 70 Immobilien KfW 70-Niveau ist das Optimum
KLB: Wirtschaftliches Bauen braucht keine Wärmeleitzahl-Olympiade
Die für 2012 geplante Novelle der Energieeinsparverordnung wird wohl erst 2014 kommen - Anfang März hat die Bundesregierung dazu ihren Entwurf für die Änderung des Energieeinsparungsgesetzes beschlossen. Die geplanten Änderungen beinhalten u. a. eine Verschärfung der Anforderungen an den Primärenergiebedarf von Neubauten und an die Mindestqualität der Gebäudehülle. Die Klimaschutzorganisationen freuen sich und auch die Baustoffindustrie – könnte man meinen – wird sich die Hände reiben. Doch es gibt auch kritische Stimmen, z. B. von Dipl.-Ing. Andreas Krechting, Geschäftsführer der KLB Klimaleichtblock GmbH. Im Gespräch mit der bpz-Redaktion erklärte er, welche Gefahren die ständige Verschärfung der Standards birgt, wieso wirtschaftliches Bauen auch ohne Hochleistungsprodukte funktioniert und was er über WDV-Systeme denkt. Das Interview mit Andreas Krechting führte Paul Deder:

Welche Mauerwerkssysteme hat KLB im Sortiment?
Die KLB bedient den kompletten Rohbau. Allerdings verfügen wir nicht nur über Mauerwerkssysteme, sondern auch über Schornsteinsysteme sowie Ergänzungselemente und Sturzsysteme. Somit bedienen wir den kompletten Rohbau vom Einfamilienhaus, Doppelhaus, Reihenhaus bis hin zum mehrgeschossigen Wohnungsbau. Während der reine Einfamilienhausbau im Wesentlichen durch die monolithischen Wandaufbauten charakterisiert ist, werden im Geschosswohnungsbau zunehmend unsere großformatigen KLBQUADRO-Elemente angewandt.

Wie groß ist Ihr Einzugsgebiet und wie ist der Vertrieb organisiert?
Das Einzugsgebiet erstreckt sich in Bezug auf die Mauerwerkssysteme auf Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland, Teile Niedersachsens sowie Luxemburg und Frankreich. Unsere Schornsteinsysteme werden darüber hinaus nahezu bundesweit vertrieben. Hierzu haben wir an fünf Standorten Außenlager eingerichtet, in denen auch die Kommissionierung der Systeme sowie die Disposition vorgenommen werden.

Der Vertrieb an sich wird über fest eingestellte Gebietsverkaufsleiter sowie über Handelsvertretungen aufgebaut.
Auf der BAU in München wurden Steine mit einer Wärmeleitzahl von 0,065 W/(mK) vorgestellt. Geht diese Olympiade weiter oder sind wir am Ende des Möglichen und Sinnvollen angelangt? Bereits auf der DEUBAU haben wir Steine mit einer Wärmeleitzahl von 0,06 W/(mK) vorgestellt. Auch Steine mit Wärmeleitzahlen im Bereich von 0,05 bis 0,06 W/(mK) sind durchaus denkbar. Um es klar zu sagen: Um wirtschaftliche und nachhaltige Gebäude zu errichten, sind diese Hochleistungsprodukte jedoch nicht zwingend.

Ich gehe weiterhin davon aus, dass ein Niedrigenergiehaus nach EnEV 2009 oder aber nach der zukünftigen Energieeinsparverordnung in der Wandstärke 36,5 cm mit mineralisch diffusionsoffenen KLB-Produkten auf sichere und wirtschaftliche Weise zu errichten ist. Aktuelle Studien legen nahe (siehe Grafiken), dass in etwa das derzeitige KfW-70-Niveau das wirtschaftliche Optimum darstellt. Unseren Fachinformationen (Energiesparfibel) können Sie auf einfache Weise eine Zuordnung der Wandbaustoffe für die verschiedenen energetischen Anforderungsniveaus entnehmen. Für das KfW Energieeffizienzhaus 70 bedeutet dies in der Wandstärke 36,5 cm z. B. den Einsatz eines unverfüllten, geschlitzten Vollblocks KLB-SW 1. Selbstredend spielt auch die jeweilige Anlagentechnik eine entscheidende Rolle bei der Bilanzierung des baulichen Wärmeschutzes.

Bimssteine überzeugen durch gute Wärmedämmeigenschaften. Aber auch dem Schall- und Brandschutz wird ein immer höherer Wert zugemessen. Können Ihre Steine bei diesen bauphysikalischen Eigenschaften ebenfalls punkten?
Auch in Bezug auf den Schall- und Brandschutz haben wir hervorragende Produkte im Markt. Grundsätzlich gilt für den Schallschutz, dass die sogenannte Massekurve für Leichtbeton der neuen DIN 4109 gegenüber anderen Wandbaustoffen um 2 dB angehoben ist. Gerade mit monolithischen Außenwandsteinen können wir Schallschutzkennwerte von beispielsweise 48 dB, für unsere Spitzenprodukte sogar über 50 dB realisieren. Diese Werte sind durch aktuelle bauakustische Messungen im Prüfstand bestätigt. In Bezug auf den Brandschutz gilt grundsätzlich, dass alle KLB-Produkte nicht brennbar sind. Auch unsere verfüllten Spitzenprodukte erzielen bereits in der Rohdichteklasse 0,45 die Feuerwiderstandsklasse F 90. Auch die Ausführung von Brandwänden mit den höchsten Anforderungen ist mit unserem Mauerwerk auf sichere und wirtschaftliche Art möglich.

Welche Bauprojekte sind mit Ihrem Steinprogramm realisierbar?
Mit unserem Baukasten realisieren wir vom Einfamilienhaus über Doppelhäuser, Reihenhäuser bis hin zum mehrgeschossigen Wohnungsbau alle Arten von Hochbauprojekten. Insbesondere der mehrgeschossige Wohnungsbau, den wir mit unserem großformatigen Planelement KLBQUADRO bedienen, nimmt stark an Bedeutung zu. Dies hängt auch damit zusammen, dass gerade in Ballungsgebieten der Wohnraum zunehmend knapp wird und häufig auf engem Raum kurze Bauzeiten realisiert werden müssen. Das ist mit KLBQUADRO möglich.

Die Effizienz auf der Baustelle wird immer wichtiger. Was tut KLB, um die Ausführung zu vereinfachen?
Die KLB versteht sich in erster Linie als Dienstleister. Der alleinige Fokus auf rationell zu verarbeitenden Mauerwerkssystemen würde heutzutage nicht mehr ausreichen, um sich im Markt zu behaupten. Unser Ansatz ist ganzheitlich. Wir beliefern über den Fachhandel die Verarbeiter. Unsere Kunden wissen zu schätzen, dass wir in Hinblick auf Kommissionierung, Disposition, Zeit- und Qualitätsmanagement unserer Verantwortung als Baustofflieferant mehr als gerecht werden. Beispielsweise werden Bauunternehmer, die erstmalig mit unseren großformatigen Bauwandelementen arbeiten, in Hinblick auf die spezifischen Abläufe, Baustelleneinrichtung und Hilfsmittel durch unsere zuständigen Außendienstmitarbeiter ausführlich beraten und vor Ort unterstützt.

Vertrauen Sie bei der Produktentwicklung allein auf die Kompetenz Ihrer Spezialisten in der Forschung oder gibt es „Expertenrunden“ mit Universitäten, Verbänden etc.? Woher kommen die Impulse für Weiter- und Neuentwicklungen?
Die KLB hatte in den vergangenen Jahrzehnten bei vielen Neuentwicklungen die Nase vorn. Gerade in den letzten Jahren ist festzustellen, dass sowohl im Bereich der Regelsetzung als auch im Bereich der gesamten Verfahrensabläufe rund um den Hochbau eine deutliche Zunahme der Komplexität festzustellen ist. Den klassischen Einzelkämpfer gibt es nicht mehr. Das heißt, wir generieren unsere Impulse aus den uns zur Verfügung stehenden Netzwerken. Die KLB beteiligt sich z. B. an Forschungs- und Entwicklungsaufträgen. Wir sind sowohl in den einschlägigen Gremien des Bundesverbandes für Leichtbeton als auch der übergeordneten Verbände (Deutsche Gesellschaft für Mauerwerk usw.) tätig.

Die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) für Neubauten sollen nun doch geringfügig verschärft werden. Sollte der aktuelle Entwurf unverändert in Kraft treten – sehen Sie Herausforderungen auf Ihr Unternehmen zukommen? Der Fortschreibung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) im Jahre 2014/2016 sehe ich gelassen entgegen. Bereits heute verfügen wir über Produkte, die auf einfache, sichere und wirtschaftliche Art die zukünftigen Anforderungen, die in etwa dem KfW-70-Niveau entsprechen dürften, erfüllen. Unbenommen davon halte ich es nicht für zielführend, wenn jedes Jahr eine „neue Sau durchs Dorf“ getrieben wird, sprich ständig und fortschreitend an einer Verschärfung der Anforderungen gearbeitet wird. Letztendlich führt eine Fortschreibung der Energieeinsparverordnung über den derzeitigen Status hinaus zu einer deutlichen Verteuerung des Bauens. Dies kann, vor dem Hintergrund des zunehmenden Wohnungsmangels, nicht gewünscht sein. Hinzu kommt, dass schon Gebäude, die nach der aktuellen, gültigen EnEV 2009 errichtet werden, ein ausgezeichnetes energetisches Niveau aufweisen. Nach wie vor ist der Wunsch nach eigenem Wohnraum in Deutschland sehr weit ausgeprägt. Der Verordnungsgeber sollte der Erreichbarkeit dieses für viele Menschen wichtigsten Zieles nicht durch überzogene Standards entgegenwirken.

Obwohl Wärmedämmverbundsysteme seit über 45 Jahren erfolgreich eingesetzt werden, wird die Kritik an ihnen in den Medien immer lauter. Wie stehen Sie dazu? KLB bietet Lösungen in monolithischer Bauweise, auf ein WDVS kann dabei komplett verzichtet werden. Doch rund 40 % unserer Mauerwerkssysteme werden mit zusätzlicher Wärmedämmung ausgeführt, somit ist eine aktive Beteiligung an dieser Diskussion, die wir als Qualitätsdiskussion verstehen, ganz in unserem Interesse. Wir versuchen, deutlich zu machen, dass man bei der Wahl des WDVS auf mineralische Systeme zurückgreifen sollte, die kein Problem mit dem Brandschutz haben. Die Kombination zwischen einer mineralischen, kapillaraktiven Außenwand, eines mineralischen Dämmstoffs und eines mineralischen Außenputzes bildet für mich das Optimum beim Bauen mit WDV-Systemen. Diese Systeme neigen auch deutlich weniger zu Algenbefall.

Zeichnen sich Trends im Rohbau ab und haben Sie Ideen, um die Anforderungen der Zukunft zu meistern?
Natürlich machen wir uns immer wieder Gedanken über die Weiterentwicklung im Rohbau, schon im Jahre 1978 haben wir die mörtelfreie Stoßfuge eingeführt und damit die Rationalisierung im Mauerwerksbau mit begründet. Die Überlegung, beim Rohbau ganz auf Mörtel zu verzichten, könnte sicherlich die Effizienz auf der Baustelle verbessern und auch eine komplette Rückbaubarkeit von Gebäuden ermöglichen. Diese Idee ist nicht neu: Bereits 1987 wurde uns die erste Zulassung für das Trockenmauerwerk erteilt – ein Mauerwerk ohne Vermörtelung in Stoß- und Lagerfuge. In den folgenden Jahren wurden rund 250 Gebäude in dieser Bauweise errichtet. Gerade hier – in der Betrachtung der Nachhaltigkeit und weniger in der Technologisierung der Verfahrensabläufe auf der Baustelle – sehe ich Entwicklungspotenzial. Und in diesem Punkt sind wir als Leichtbetonindustrie führend in der Branche.
Quelle: baupraxis Zeitung vom 14.06.2013

Duft Vermittlungs GmbH Info aus der Steuerzahler Häusliches Arbeitszimmer
Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sind unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 1.250 Euro im Jahr steuerlich abzugsfähig. Eine dieser Voraussetzungen ist, dass dem Steuerzahler kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Die Erforderlichkeit eines häuslichen Arbeitszimmers entfällt nicht bereits dann, wenn dem Steuerzahler irgendein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, sondern nur dann, wenn dieser Arbeitsplatz so beschaffen ist, dass der Steuerzahler auf das häusliche Arbeitszimmer nicht angewiesen ist. Im Urteilsfall standen für 80 Arbeitnehmer maximal 30 Arbeitsplätze zur Verfügung. Ein eigener Arbeitsplatz stand insoweit dem Kläger nicht zur Verfügung. Zwar ist es unerheblich, ob sich der Steuerzahler ein Großraumbüro mit anderen teilen muss und dort keinen fest zugewiesenen eigenen Schreibtisch hat. Erforderlich ist aber, dass der Steuerzahler jederzeit für die dienstlich erforderlichen Büroarbeiten auf einen für ihn nutzbaren Arbeitsplatz zugreifen kann. Davon kann bei 30 Arbeitsplätzen für 80 Arbeitnehmer nicht ausgegangen werden. Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf vom 20.02.12, Aktenz. 7K 3963/11E. Quelle: Der Steuerzahler, Ausgabe 02/2013
Duft Vermittlungs GmbH Der Steuerzahler Neues Mietrecht Neues Mietrecht - mehr Schutz für Vermieter
Erfreulicherweise fanden die von der schwarz-gelben Koalition beschlossenen Änderungen im Mietrecht auch die Zustimmung des Bundesrats. Das neue Mietrecht erlaubt eine härtere Gangart gegen Betrüger, gemeint sind die Mietnomaden, die für hohe Schäden bei den Immobilienbesitzern sorgen. Vom Vermieter beantragte Wohnungsräumungen sind von den Gerichten künftig vorrangig zu bearbeiten. Betroffene Mieter können in Verfahren, in denen es um ausstehende Geldforderungen geht, vom Gericht verpflichtet werden, für die während eines Gerichtsverfahrens auflaufende Miete eine Sicherheitshinterlegung von Geld oder eine Bürgschaft zu leisten. Damit wird verhindert, dass der Vermieter durch das Gerichtsverfahren einen wirtschaftlichen Schaden erleidet. Befolgt der Mieter bei einer Räumungsklage wegen Zahlungsverzugs eine vom Gericht erlassene Sicherungsanordnung nicht, so kann der Vermieter schneller als bisher ein Räumungsurteil erwirken. Hat der Vermieter vor Gericht ein Räumungsurteil erstritten, dann soll der Gerichtsvollzieher die Wohnung räumen können, ohne gleichzeitig die meist kostenintensive Wegschaffung und Einlagerung der Gegenstände in der Wohnung durchführen zu müssen. Die Räumung kann also darauf beschränkt werden, den Schuldner "aus dem Besitz der Wohnung zu setzen". Auch wenn der Gerichtsvollzieher, wie es oft der Fall war, einen "Untermieter" antrifft, gibt ein neuer Anspruch im einstweiligen Verfügungsverfahren dem Vermieter die Möglichkeit, in dieser Situation schnell einen weiteren Räumungstitel, auch gegen den unberechtigten Untermieter zu bekommen. Mietpreller richten durchschnittlich einen Schaden von 25.000 bis 30.000 Euro an. Leidtragende sind vor allem private Vermieter. Mit den neuen gesetzlichen Regelungen wird den Betrügern endlich die Grundlage entzogen. Der Rat an die Vermieter gilt jedoch weiter, es beispielsweise nicht bei der Vorlage von Gehaltsnachweisen, die auch gefälscht
sein können, zu belassen. Eine Bestätigung des vorherigen Vermieters bietet die Möglichkeit der Nachprüfung. Auch eine Bonitätsauskunft, beispielsweise bei der SCHUFA kann sinnvoll sein.
Quelle: Von Prof. Alfred Gerauer, Der Steuerzahler, Ausgabe April 2013

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